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Was sind Freie and Offene Standards?

Ein freier und offener Standard ist eine veröffentlichte Spezifikation, die in allen Phasen seines Entwicklungszyklus resistent gegen Kaperung durch Anbieter ist.

Wie arbeitet Digistan?

Wir unterstützen Arbeitsgruppen über Offene Standards mit Aktivitäten wie diesen: Förderung von freien und offenen Digitalstandards im EGovernment; Entwicklung von neuen freien und offenen Digitalstandards; Förderung von besten Praktiken für offene Standardisierung, Entwicklung von Arbeitsmitteln zur Definition und Messung Offener Standards.

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Die Digitale Standardorganisation wurde von Experten für Offene Standards im Jahr 2007 gegründet. Unser Ziel ist die Förderung von Wahlmöglichkeiten für Anwender, Anbieterkonkurrenz und das Wachstum der globalen digitalen Wirtschaft durch das Verständnis, die Entwicklung und Annahme freien und offener Digitalstandards. Seit Juni 2008 verfügen wir über eine deutsche Sektion unter dieser Webpräsenz.

Konkret zielen wir darauf ab

  1. In Industrie und Öffentlichkeit das Bewusstsein für die ökomischen Effekte Offener Standards zu schärfen;
  2. Einen besseren gesetzgeberischen und regulativen Rückhalt für Offene Standards zu erhalten;
  3. Die Entwickler digitaler Standards bei der Schaffung qualitativ hochwertiger Offener Standards zu unterstützen;
  4. Den Standardisierungsgremien zu helfen, Offene Standards zu verstehen, zu schätzen und durchzusetzen;
  5. Die Offene Standardisierung durch große und kleine Beteiligte gegen eine Kaperung durch Anbieter zu beschirmen.

Digistan ist tätig in all diesen Bereichen und begrüßt eine aktive Mithilfe.

Warum es uns auf Offene Standards ankommt

Standards und Normen sind fundamental für die Zusammenarbeit von Akteuren. Und wo sie sich zusammenfinden, entstehen neue Märkte.

Wir betrachten einen Markt folgendermaßen:

  • Kunden suchen Lösungen für die Anforderungen des Geschäftes.
  • Anbieter wollen technologische Lösungen, Produkte und Dienste liefern
  • Intermediäre und Behörden sorgen für Regulation und Selbstabstimmung im Markt

Ohne Offene Standards bekommen wir zersplitterte Märkte, in denen Anbieter nur unvollständig im Wettbewerb stehen, Konsumenten beschränkte Wahlmöglichkeiten haben und große Teile unserer Technologieschichten proprietär und verriegelt sind. "Lock-in" an Stelle von Wettbewerb wird die Hauptstrategie für etablierte Marktakteure. Junge kleine Anbieter mit innovativen Lösungen und fortschrittlicher Technologie sind am Marktzugang gehemmt. Deshalb entstehen nur Nischenmärkte, die für sich groß sein mögen, aber unbedeutend bleiben im Vergleich zum vollen Markgrößenpotential.

Ein erfolgreicher Technologiemarkt ist charakterisiert durch:

  • Open Standardisierung auf allen Ebenen, die auf allen Ebenen freie Konsumentenwahl und Anbieterkonkurrenz sichert.
  • Aggressive Preis- und Risikosenkung in stabilen Feldern analog zu Moores Gesetz.
  • Atemberaubendes Wachstum in neuen Feldern die auf stabile Standards bauen durch den Wettbewerbsdruck der Abnehmer in ihren Geschäftsbereichen

Offene Standards machen das möglich und je 'offener' unsere Standards sind, desto erfolgreicher wird ein Technologiemarkt.

Eine schöpferische Vernichtung ist oft ungangbar für große Firmen mit bestandswahrenden Interessen aber einfach für die kleinen Akteure am Markt. Die Flut hebt alle Schiffe ohne Leck in der Schalung. Auch die großen Tanker profitieren davon.

Begegnung schafft Märkte. Wir betrachten Kunden, Anbieter, Intermediäre und Institutionen als ein Ökosystem, als eine Gemeinschaft. Eine solche Marktgemeinschaft hängt auf Gedeih und Verderb von der Qualität, Offenheit und Autorität ihres fundamentalen Standard ab.

Franchises sind keine Offenen Standards

Der Terminus "Offener Standard" wird oft missbraucht von jenen Anbietern aus der "schiffbrüchigen" Klasse. Einige Industrien wie Telekommunikation und Medien, und wenige dominante Firmen sind insbesondere Standards zugeneigt, die in eng abgezäunten Franchises funktionieren und an Kartelle erinnern.

Franchise Standards werden typischerweise durch Patente kontrolliert oder Patentpools und Geschäftsgeheimnis. Obwohl franchise standards scheinbar Kundenauswahl und Wettbewerb schaffen, wird dieser Wettbewerb streng von den Anbietern allein kontrolliert mittels Patentlizenzierung und Geschäftsgeheimnissen. Im Effekt werden echte Intermediäre und unabhängige Institutionen wirkungsvoll ausgegrenzt, Märkte basieren auf diesen Standard entwickeln sich nicht über die erste Produktgeneration und keine echte Gemeinschaft entsteht.

Man kann email, eine Familie Offener Standard mit verschiedenartigen abgeleiteten Marktgenerationen und Geschäftsmodellen (man denke an Ebay und PayPal), mit GSM vergleichen, das trotz seines Erfolges weitgehend ineffektiv als wegbereitende Plattform für kommende Märkte ist.

Es gibt einen großen Konflikt zwischen Softwarepatenten und Offenen Standards: es ist erwähnenswert, dass Formen der Anbieterkooperation, die aus kartellrechtlicher Sicht illegal oder strafrechtlich sanktioniert wären, völlig legal werden, sobald ein einziges Patent Teil des Abkommens wird. Deshalb unterstützen Softwarepatente kartellförmiges Verhalten in der digitalen Wirtschaft. Der Beispiele sind viele.

Einige große Anbieter haben sogar versucht, das Verständnis und die Definition von "Offenen Standard" so anzupassen, damit sie Franchise Standards mit Softwarepatenten einschließt.

In der Diskussion über "Standards", zielen wir auf freie und offene Standards: frei von jedem Patentanspruch einsetzbar durch alle Anbieter und Kunden ohne Einschränkungen bzw. frei von Lizenzkosten aller Art, und frei von der Gefahr eines kartellartigen Verhaltens durch die Anbieter, sofern sie überhaupt an der Entwicklung Teil hatten.

Was ist ein Freier und Offener Standard?

Wir verstehen unter einem freien und offenen Standard "eine publizierte Spezifikation die resistent gegen Kaperung durch Anbieter in allen Stufen seines Lebenszyklus ist".

Warum Digistan?

Es hat bislang noch keine Organisation gegeben, die sich der Verteidigung Offener Standards für die Digitale Wirtschaft verschrieben hat. Bis vor kurzem war es unübersehbar, dass Offene Standards und ihre Entwicklungsprozesse absichtlich durch interessierte Kreise angriffen und obstruiert wurden.

Die Digitale Revolution

Viele Jahre stand es fest, dass die IT industry in zwei Hälften gespalten war. Die eine Hälfte hat ihre Wurzeln in der Industrie, und handelte auf der Grundlage von Marktkontrolle, Top-down Denken und Marketing. Die andere Seite hat ihre Wurzeln in der neuen digitalen Wirtschaft und funktioniert auf der Grundlage von Wettbewerb, Offenen Standards und permanenter Entwicklung.

Diesen beiden Welten liegen zwei verschiedene Philosophien zu Grunde. Die industriell geprägte Wirtschaft und ihre Abkömmlinge basieren auf proprietären Standards, Patenten, Geheimnissen, und dem "lock-in". Die digitale Wirtschaft basiert auf Wettbewerb, offenen Standards und modernen Sozialtechnologien z.B. der kollaborativen Innovation, die sich am besten am Füllhorn der Freien Software darstellt.

Die Gegnerschaft dieser Philosophien und der echte Wettbewerb um Marktanteile setzt diese beiden Welten in den Konflikt miteinander. Manchmal ist dieser Konflikt höflich, sogar witzig, aber in den meisten Fällen drückt sie sich als Aggression der ersten Welt gegen die zweite aus.

Standards sind die Ordnungsmittel, die Märkte zwischen Anbieter und Konsumenten schaffen. Die Qualität und Stärke dieser Ordnung bestimmt den Umfang und Wert des Marktes. Ein echter Digitalstandard erreicht ein Maximum an verfügbaren Wahlalternativen für Konsumenten, Anbieterkonkurrenz, und folglich Marktwachstum und ökonomische Wohlfahrt.

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